AK Mythos ’89

Die Stadt Leipzig gedenkt jedes Jahr der „Friedlichen Revolution“ von 1989/90. Dabei wird an die Montagsdemonstrationen erinnert, die mit dazu führten, dass BRD und DDR zu einem Staat wurden. Sie stehen für ein Ende der DDR-Zeit. Dies haben wir zum Anlass genommen, einmal selbst einen Blick auf diesen Umbruch der ostdeutschen Gesellschaft zu werfen, denn wir finden: Die öffentliche Erzählung über diese Zeit ist ziemlich einseitig und mit vielen Mythen aufgeladen. War diese Zeit wirklich friedlich? Und warum ist eigentlich die Rede von einer Revolution? Nicht alle Menschen standen gemeinsam jubelnd auf der Straße: Erstarkender Nationalismus, Rassismus, Neonazismus und Ausgrenzung prägten die Zeit genauso wie Montagsdemos und Runde Tische. Wir beschäftigen uns mit unterschiedlichen Erzählungen über diesen Umbruch und lassen dafür verschiedenen Personen mit ihren Geschichten zu Wort kommen: Frauen*, Queers, Vertragsarbeiter*innen, Migrant*innen, Linke… Dazu wird es ab Herbst 2020 einen Stadtrundgang in der Leipziger Innenstadt geben, bei dem wir auch der Frage nachgehen wollen, warum diese Geschichten und Ereignisse auch dabei helfen, aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen zu verstehen.

Du möchtest deine Perspektive auf die Zeit des Umbruchs erzählen oder Du hast Lust mitzumachen? Dann schreibe uns gerne eine Mail an: mythos89-leipzig@naturfreundejugend.de

Infos zu den Stadtrundgängen folgen…